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Expertenstandard Sturzprophylaxe (1. Aktualisierung)

Beschreibung

Ziel:

Der Expertenstandard hat zum Ziel, Pflegende sowie Pflege- und Gesundheitseinrichtungen dabei zu unterstützen (…), Stürzen vorzubeugen und Sturzfolgen zu minimieren. Dieses Ziel ist allerdings nicht durch die Einschränkung der Bewegungsfreiheit zu erreichen, sondern vielmehr durch die Erhaltung, bzw. Wiederherstellung einer größtmöglichen, sicheren Mobilität (…). Die Expertenarbeitsgruppe spricht sich gegen jegliche Form freiheitsentziehender Maßnahmen zum Zwecke der Sturzprophylaxe aus (DNQP, 2013, S.20f.).

Zielgruppe:

Pflegende (Mitglieder der verschiedenen Pflegeberufe), die Patienten bzw. Bewohner entweder in der eigenen häuslichen Umgebung oder in einer Einrichtung der stationären Gesundheitsversorgung oder in einer stationären Pflegeeinrichtung betreuen.

Inhalte:

Sturzprophylaxe bei erwachsenen Patienten und Bewohnern, Sturzrisikofaktoren, Identifizierung sturzgefährdeter Personen, Interventionen zu Sturzprophylaxe, Information, Schulung und Beratung, Einzelinterventionen und Hilfsmittel, Multimodale Interventionsprogramme, Relevante Kontextfaktoren für die Umsetzung der Sturzprophylaxe, Rolle von freiheitsentziehenden Maßnahmen (FEM), Methoden zur Erfassung von Sturzereignissen, Sturzprophylaxe bei Kindern und bei Menschen mit Behinderung

Materialien:

Audit-Instrument, Literaturstudie, Ergebnisse der modellhaften Implementierung, Projektpartner bei der Implementierung (Homepage)


Bewertung:

1. Multidisziplinäre Entwicklung; 2. Einbezug der Bewohner-/ Patienteninteressen; 3. Externe Begutachtung; 4. Pilotierung; 5. Angaben zu Interessenkonflikten; 6. Angaben zur redaktionellen Unabhängigkeit; 7. Entwicklungsprozess beschrieben; 8. Entwicklung im Konsensverfahren beschrieben; 9. Systematische Literaturübersicht; 10. Systematische Beurteilung der Evidenz; 11. Empfehlungen Literatur-gestützt dargestellt; 12. Einbezug von Expertenmeinungen; 13. Ableitung der Empfehlungen nachvollziehbar; 14. Empfehlungsgrad beschrieben und begründet; 15. Zentrale Empfehlungen erkennbar; 16. Strukturierter Vorschlag zur Implementierung; 17. Fördernde/hemmende Faktoren der Implementierung genannt; 18. Kriterien zur Überprüfung der Implementierung; 19. Angabe zu Kosten der Implementierung; 20. Materialien zur Implementierung verfügbar

Herkunft

Organisation/Autor: Deutsches Netzwerk für Qualitätsentwicklung in der Pflege
Jahr: 2013
Quelle: 

Schriftenreihe des Deutschen Netzwerks für Qualitätsentwicklung in der Pflege (Informationen auf http://www.dnqp.de)