S2k Parkinson-Krankheit

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S2k Parkinson-Krankheit

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Die sporadische Parkinson-Krankheit (PK) ist eine Lewy-Körperchen-Krankheit, die zu einem Parkinson-Syndrom führt. Die hereditäre PK geht oft, aber nicht immer mit einer Lewy-KörperchenPathologie einher. Der Begriff PK kann jedoch sowohl bei Vorliegen eines klinisch manifesten Parkinson-Syndroms verwendet werden als auch im Rahmen entsprechender Symptomkonstellationen, die auf die künftige Entwicklung eines Parkinson-Syndroms hindeuten, z. B. bei prämotorischer oder prodromaler PK. In der überwiegenden Mehrzahl der Fälle handelt es sich um eine nicht vererbbare PK, die als „sporadische PK“ bezeichnet wird. In wenigen Fällen lassen sich jedoch Mutationen (z. B. in den Genen SNCA, LRRK2, GBA1) nachweisen, die dann als „erbliche Parkinson-Syndrome“ eingeordnet werden. Parkinson-Syndrome, die mit Mutationen in anderen Genen (z. B. VPS35, DJ1, PARKIN, PINK1) assoziiert sind, weisen in der Regel nicht die typischen histopathologischen Merkmale einer Lewy-Körperchen-Krankheit auf. Sie sollten daher nicht als PK bezeichnet werden, sondern als „erbliches Parkinson-Syndrom“ mit der von der Task Force der International Parkinson and Movement Disorder Society empfohlenen spezifischen Nomenklatur (z.B. PARK-VPS35). 

Zielgruppe

Die Leitlinie richtet sich an Neurologen/Neurologinnen, Neurochirurgen/Neurochirurginnen, Neurophysiologen/Neurophysiologinnen, Neuropsychologen/Neuropsychologinnen, Psychologen/Psychologinnen, Psychiater/Psychiaterinnen, Humangenetiker/Humangenetikerinnen, Psycho-, Ergo- und Physiotherapeuten/innen, Pflegekräfte, Logopäden/Logopädinnen, Sozialarbeiter/Sozialarbeiterinnen, Patienten/Patientinnen und dient zur Information für Angehörige, Allgemeinärzte/Allgemeinärztinnen, Internisten/Internistinnen, Künstlerische Therapeuten/Therapeutinnen, Neuroradiologen/Neuroradiologinnen sowie für Leistungserbringer (Krankenkassen, Rentenversicherungsträger etc.). 

Herausgeber

Deutsche Gesellschaft für Neurologie (DGN) e. V. 

Veröffentlichung

2023